sirene Operntheater | wien modern - - - Aufführungen Corona-bedingt abgesagt - - - neu: FILM - Infos folgen

Dienstag, 10. November 2020, 20:30 Uhr (F23.wir.fabriken, Breitenfurter Strasse 176, 1230 Wien)

Mittwoch, 11. November 2020, 20:30 Uhr (F23.wir.fabriken, Breitenfurter Strasse 176, 1230 Wien)

Donnerstag, 12. November 2020, 20:30 Uhr (F23.wir.fabriken, Breitenfurter Strasse 176, 1230 Wien)

Freitag, 13. November 2020, 20:30 Uhr (F23.wir.fabriken, Breitenfurter Strasse 176, 1230 Wien)

Programm

Thomas Desi und Helga Utz DIE VERWECHSLUNG

 sireneOperntheater

 

 

 

 

 

 

 

Mitwirkende

mit Johannes Czernin, Marelize Gerber, Ingrid Haselberger, Gebhard Heegmann, Kari Rakkola, Günther Strahlegger, Bärbel Strehlau, Katrin Targo

Regie: Kristine TORNQUIST

 

œnm . œsterreichisches ensemble fuer neue musik

Irmgard Messin, Flöte
Heinz-Peter Linshalm, Klarinette
Jacobo Hernández Enríquez, Violine
William Overcash, Violine
Francesca Piccioni, Viola
Valerie Fritz, Violoncello
Maximilian Oelz,Kontrabass 
Lukas Straka, Kontrabass
Nora Skuta, Orgel
Michael Mitterlehner-Romm, Schlagwerk
Jürgen Barth, Schlagwerk

Dirigent: François-Pierre DESCAMPS 


Durch die Familie läuft der Riss der DDR-Gesellschaft. Der Grossvater wurde einst erschossen, die Mutter ist verschollen - tot oder in den Westen übergelaufen. Der junge Gustav wächst mit seinem ängstlichen Vater, der schon etwas verwirrten Grossmutter und einer Tante auf. Er sehnt sich nach Leben und Freiheit, er kritisiert das Schweigen, das in der Familie herrscht, und vor allem die staatliche Repression. Möglicherweise auch auf Betreiben seiner regimetreuen Tante Ilse wird er als Systemfeind festgenommen. Die Gräben in der Familie reissen weiter auf. Während sein Vater still verzweifelt und Tante Ilse zerrissen zwischen Familie und ihrer Abhängigkeit vom Regime ist, packt die Grossmutter kämpferisch einen Proviantkorb und macht sich auf, um Gustav im Gefängnis zu besuchen und ihn zu befreien. Ihr Besuch ist der Stasi aber verdächtig, Gustav wird beim Verhör gefoltert und landet schwerkrank in der Krankenstation des Gefängnisses. Dort kümmert sich Schwester Pauline um die Häftlinge. Sie vertauscht still die Krankenakte von Gustav mit der des Toten im Bett daneben. Der herzkranke Sohn des Führungskaders Kleinmann hat die Folter nicht überlebt. Als der Gefängnisdirektor nun die falsche Krankenakte liest, erschrickt er - der Sohn Kleinmann muss unbedingt gerettet werden, sein Herz soll im Westen behandelt werden. So wird Gustav, der das Spiel mitspielt, von der Stasi in die Freiheit geschickt - nach Westdeutschland, wo er hofft, seine Mutter wiederzufinden.
Helga Utz schrieb eine raffinierte Verschränkung von unterschiedlichen Wirkungen gutgemeinter Taten und zeichnet dabei ein differenziertes Bild einer restriktiven Gesellschaft, die Opposition mit Gewalt beantwortet.

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