Bild: Gerard Pesson © C. Daguet / Editions Henry Lemoine

auf der suche nach der verlorenen zeit

Freitag, 4. Oktober 2019, 20:00 Uhr (œnm Atelier)

Samstag, 5. Oktober 2019, 20:00 Uhr (œnm Atelier)

Sonntag, 6. Oktober 2019, 11:00 Uhr (œnm Atelier)

Programm

Pascal DUSAPIN (*1955)
Trio Rombach

Gérard PESSON (*1958)
Ne pas oublier coq rouge dans jour craquelé

Maurice RAVEL (1875–1937)
Sonate für Violine und Violoncello

Mitwirkende

Nora Skuta, Klavier
Ekkehard Windrich, Violine
Peter Sigl, Violoncello

 


Während man im Wien der Zwischenkriegszeit die Zwölftontechnik als nächste Ausbaustufe des Kontrapunkts etablierte, stand in Frankreich mehr die Harmonik im Zentrum der Entwicklung. So basiert Maurice Ravels Duo für Geige und Cello auf einer denkbar einfachen melodischen Zelle, die bitonal zwischen Dur und Moll schwebt und in jedem der vier Sätze mit spielerischer Eleganz eigene Ableitungen erfährt. Dieses Denken sollte für die französische Musik der folgenden 100 Jahre eine bestimmende Konstante bleiben, durch allen dramatischen Wandel der Musikgeschichte hindurch: Bei Pascal Dusapins Trio Rombach quellen aus den harmonischen Feldern vielgestaltige rhapsodische Klangwucherungen hervor, mal virtuos zusammengedrängt, mal zeitlich bis ins Bizarre gedehnt. Gérard Pesson wiederum als Vertreter der Postmoderne arbeitet in seinem Klaviertrio mit rasanten Schnitten zwischen verschiedensten Klangwelten und erinnert damit frappierend an die hellsichtige Leichtigkeit des alten Meisters Ravel.

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